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Dezember 2011 - Integratives Kunstschaffen - oder Kunst für einen Film

Kissling

Ausstellung vom 25.November bis 10. Dezember 2011

Der grösste Teil der hier ausgestellten farbenfroh – fröhlichen Bilder ist in einer Zusammenarbeit entstanden. Die Basler Künstlerin Veronika Kisling malt die Hintergründe und Menschen mit einer geistigen Behinderung malen ihre Motive darüber und stehen somit im Vordergrund. Zur besseren Illustration dieser Zusammenarbeit werden auch Bilder von Veronika Kisling ohne die Motive ihrer Künstlerpartner gezeigt. Beim Werk mit der Nummer 1 verhält es sich jedoch genau umgekehrt. Geza Nagy malte die violette Fläche und Veronika Kisling „Helena schauend" darüber.

Kisling: „Diese Art und Weise der Zusammenarbeit hat angefangen, als Helena, meine behinderte Tochter, eines Tages fröhlich zu sich selbst sagte: „Willsch's Grossmami mole!". Ehe ich reagieren konnte, hatte sie sich bereits die Leinwand geschnappt an der ich gerade arbeitete....und Stifte. „Auge – Auge- Muul, wo lacht und no Ärm und Bei und grossi Ohre". Und fertig war,s Grossmami! Ich war so begeistert vom Resulat, dass ich ihr weitere Leinwände zur Verfügung stellte und diese Arbeit auch weiterführte mit anderen Malpartnern mit einer geistigen Behinderung. Später wollte Helena dann diese Art der Zusammenarbeit nicht mehr. Neuerdings fragt sie ab und zu wieder danach ein gemeinsames Bild zu malen.

Für mich sind diese Bilder ein Symbol dafür, dass Neues und Schönes im Miteinander entstehen kann, dass wir uns gegenseitig brauchen:

Mich inspiriert diese Art der Zusammenarbeit sehr. Meine Bilder, meine Hintergründe erfahren durch die Ergänzung der Motive meiner Malpartner eine wertvolle Bereicherung. Diese Art des Malens mit Menschen mit einer geistigen Behinderung erlebe ich auch als Form des miteinander kommunizieren. Ich überlege mir immer, wie ich meine Hintergründe so gestalte, dass die jeweiligen Motive, für die ich mich sehr begeistere, am besten zur Geltung kommen. Ihre Motive verleihen meinen Bildern viel Frische und Fröhlichkeit. „

Der erfahrene Regisseur Bruno Moll möchte in einem Dokumentarfilm die berührende Geschichte von Helena Kisling erzählen. Sie galt einst von ihrem Verhalten her als untragbar. Wie es dennoch gelang einen Zugang zu ihr zu finden ist Inhalt des Films. Mit dem Kauf eines Bildes können Sie dieses wichtige Projekt unterstützen. Am 29.April 2012 findet zudem im Kulturhaus Trogen eine Benefizveranstaltung mit grosser Kunstauktion zugunsten des Films statt. Röbi Koller moderiert. Infos ab Januar unter www.kulturhaustrogen.ch. Infos zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten gerne bei Veronika Kisling/ Sennrütistrasse 23/ 9113 Degersheim Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / www.veronikakisling.ch /Tel. Nr. 071 370 02 72.

Die Malpartner heissen Esther Wettach, Michael Piatti, Urs Sauter, Geza Nagy und Helena Kisling. Michael wohnt in Langenbruck/BL, Helena mit Veronika in Degersheim. Esther in einer Aussenwohngruppe der Stiftung Säntisblick in Degersheim, Geza Nagy mit seiner Mutter in Basel und Urs Sauter wohnt mit seiner Lebenspartnerin in Flawil.

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